28.06.2010

Dauerhafte Kennzeichnung auf Werkstückoberflächen aus Carbon Composites

bisherige Kennzeichnung auf beschichteten und unbeschichteten Aluminium

Die Vorteile der Eigenschaften des Carboneinsatzes bringen erhebliche Probleme für die Direktkennzeichnung.
Mit herkömmlichen Verfahren, wie Laser oder Nadelprägen bzw. Ink-Jet, Etikettieren oder Tampondruck entstehen entweder mikro- und makroskopische Verletzungen der Faserverläufe oder die Kennzeichnung ist nicht genügend haltbar.
Im Rahmen eines Forschungsprojektes, soll eine gerätetechnische Lösung entwickelt werden, um folgende Produkteigenschaften zu realisieren:

  • Dauerhaft haltbare, gut erkennbare Kennzeichnung auf ebenen sowie gewölbten und welligen Produktoberflächen
  • Berührungsloses Aufbringen von Logos, Grafiken, Symbolen, Barcodes und werkstückbezogenen Daten mit einem Abstand des Kennzeichnungskopfes bis zu max. 15 mm
  • Erzeugen einer Schrifthöhe von ca. 12 mm in einem Zuge bei einer Geschwindigkeit bis 50 Meter pro Minute
  • Gewichtseinsparung durch Direktkennzeichnung

Aus den bisherigen Erfahrungen beim Einsatz von kontaktlosen Kennzeichnungstechnologien besonders in der Luft- und Raumfahrt ist eine einfache Übertragung auf die neuen Werkstoffe nicht möglich.
Untersucht werden sollen deshalb eine Kombination bisher angewandter Verfahren und die Entwicklung neuer Druckflüssigkeiten. Ebenfalls sollen umweltfreundliche Materialien mit geringem Lösungsmittelgehalt zum Einsatz gelangen. Ein weiterer Aspekt ist die Zuverlässigkeit, einfache Bedienung und die Bereitstellung anwendungsorientierter Software einschließlich Netzwerkanbindung.
Die Firma Frank GÄRTNER Beschriftungstechnik sucht zum praktischen Erproben die Zusammenarbeit mit interessierten Herstellerfirmen. Dabei geht es um die Kooperation bei der Bewertung von Testergebnissen genauso wie um die Suche nach Lösungen aus aktuell entstehenden Anforderungen.
Im Ergebnis einer erfolgreichen Zusammenarbeit ist ein hoher Nutzen für eine Vielzahl von Anwendungen absehbar.